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Gesundheit aktuell

Hier unser Ratgeber des Monats

Diabetes – oft zu spät entdeckt

Birgit Eberth Apothekerin, Heilpraktikerin
Birgit Eberth
Apothekerin, Heilpraktikerin

Ihr Apothekentipp für November von Birgit Eberth

Sibylle Bimmrich PTA, Heilpraktikerin
Sibylle Bimmrich
PTA, Heilpraktikerin

Ihr Apothekentipp für November von Sibylle Bimmrich

Dia­betes ist eine chro­ni­sche Stoff­wech­sel­er­kran­kung die zu dauer­haft er­höh­ten Blut­zuckers­pie­geln führt. Der Kör­per ver­liert die Fä­hig­keit, das Gleich­ge­wicht zwi­schen Zucker­auf­nah­me und Ener­gie­ver­bren­nung auf­recht zu er­hal­ten.

Diagnose und Diabetesformen

Es gilt zwi­schen zwei Typen von Dia­be­tes und da­mit auch un­ter­schied­li­chen Be­hand­lungs­mög­lich­kei­ten zu un­ter­schei­den. 90 % aller Deutschen Dia­be­ti­ker ha­ben einen Typ-2-Dia­betes. Er ver­ur­sacht oft lange Zeit keine oder nur milde Symp­to­me. Da der Kör­per aber zu­neh­mend un­sen­si­bler auf das be­reit­ge­stell­te Insulin re­agiert, erhöht sich stetig der Blut­zucker­spie­gel, bis er schließ­lich bei einem kri­ti­schen Level an­ge­langt, bei wel­chem Blut­ge­fäße und Ner­ven ge­schä­digt wer­den. In Deutsch­land ist noch jeder fünfte Dia­betes un­er­kannt. In vie­len Fäl­len wird ein Typ-2 Dia­be­tes ne­ben­bei ent­deckt und oft liegt be­reits ein dia­be­ti­scher Fol­ge­scha­den vor. Ri­si­ko­fak­to­ren für die Ent­wick­lung eines Typ-2 Dia­be­tes sind: eine ge­ne­ti­sche Ver­an­la­gung, Über­ge­wicht und Be­we­gungs­man­gel. Be­son­ders Men­schen bei de­nen be­reits eine Stoff­wech­sel­grund­er­kran­kung vor­liegt, wie z. B. ein hoher Blut­druck, zu hohe Cho­les­te­rin­wer­te oder Ar­te­rio­sklerose soll­ten Ihre Lang­zeit­zucker­wer­te da­her re­gel­mäßig über­prü­fen lassen.

Bei Typ-1-Diabetes hin­ge­gen han­delt es sich um eine Auto­immun­er­kran­kung. Er ent­wickelt sich oft schon in­ner­halb we­ni­ger Wochen. Aus die­sem Grund macht er sich fast im­mer mit den ty­pi­schen Symp­to­men be­merk­bar. Diese tre­ten auf, wenn ein Groß­teil der In­sel­zel­len in der Bauch­spei­chel­drü­se zer­stört ist, es ent­steht ein In­su­lin­man­gel. Um ein Gleich­ge­wicht zwi­schen Über­zucker und Unter­zucker zu er­rei­chen, müs­sen Be­trof­fene meist ihr Le­ben lang In­su­lin sprit­zen. Typ-1-Dia­be­tes tritt oft im Kin­des- oder jun­gen Er­wach­se­nen­alter auf.

Mögliche Symptome

Häu­fi­ges Was­ser­las­sen, star­ke Durst­ge­füh­le, trockene oder juckende Haut, schlech­te Wund­hei­lung, er­höh­te An­fäl­lig­keit für In­fek­ti­o­nen und Mü­dig­keit kön­nen An­zei­chen für eine Ver­schlech­te­rung der Zucker­wer­te sein. In man­chen Fäl­len kommt es bei Dia­be­tes zu ei­nem plötz­li­chen Ge­wichts­ver­lust. Bei Auf­fäl­lig­kei­ten ist eine ärzt­li­che Ab­klä­rung empfehlenswert.

Chancen

Die Diag­no­se Dia­be­tes be­deu­tet im­mer ei­nen Wan­del im Le­ben der Be­trof­fe­nen. Typ-1-Dia­be­ti­ker müs­sen fort­an In­su­lin sprit­zen. Typ-2-Dia­be­ti­ker haben je­doch die Mög­lich­keit, durch eine Ver­än­de­rung ihres Le­bens­stils mit mehr Be­we­gung und Stoff­wech­sel­ge­sun­der Er­näh­rung die Ent­wicklung des Dia­be­tes zu ver­lang­sa­men oder ganz zu stoppen.

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