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Gesundheit aktuell

Hier unser Ratgeber des Monats

Der Blick ins Blut

Christine Dietsch, PTA, FachPTA für Dermopharmazie

Ihr Apothekentipp für Februar von Christine Dietsch

Andrea Beck PTA
Andrea Beck
PTA

Ihr Apothekentipp für Februar von Andrea Beck

Blut­werte ge­ben Hin­weise darauf, wie ge­sund der Kör­per ist. Sie kön­nen hel­fen Krank­hei­ten oder Fehl­funk­ti­onen von Or­ganen auf­zu­spüren.

Unser Blut über­nimmt zahl­rei­che lebens­wich­tige Auf­ga­ben und er­reicht über das Ge­fäß­sys­tem nahe­zu alle Teile des Kör­pers. So ist es unter an­de­rem an der Auf­recht­hal­tung des inne­ren Milieus (Kreis­lauf, Kör­per­tem­pe­ratur etc.) und am kör­per­ei­ge­nen Ab­wehr­sys­tem be­tei­ligt oder trans­por­tiert Stof­fe wie Hor­mone und Arzneimittel.

Plasma und Blutzellen

Das Blut ist ein Ge­we­be, be­ste­hend aus Blut­zellen und Plas­ma. Letz­te­res ist eine klare Flüs­sig­keit, in der Elek­tro­lyte, Pro­te­ine und Sub­stan­zen wie Hor­mone, in Was­ser gelöst, vor­liegen. Die Pro­teine über­neh­men dabei ver­schie­dene Funk­ti­onen wie z. B. den Trans­port. Die zel­lu­lären Be­stand­teile des Blu­tes wer­den im Kno­chen­mark ge­bil­det. Man unter­schei­det drei Arten: weiße Blut­kör­per­chen (Leu­ko­zyten), rote Blut­kör­per­chen (Ery­thro­zy­ten) und Blut­plätt­chen (Thrombozyten).

Zelluläre Bestandteile

Leuko­zyten er­fül­len un­ter­schied­liche Ab­wehr­funk­ti­onen ge­gen­über Fremd­stof­fen und Krank­heits­er­regern. Ery­thro­zy­ten sind zu­ständig für die Sauer­stoff­ver­sor­gung des Kör­pers, wir­ken am Ab­trans­port von Koh­len­stoff­di­oxid und der Re­gu­la­tion des Blut­puf­fers mit. Ihre Funk­tion ist dabei an den roten Blut­farb­stoff Hä­mo­globin ge­bunden, der Sauer­stoff binden kann. Throm­bo­zyten sind die klein­sten der Blut­zellen und wirken an der Blut­ge­rin­nung mit.

Das Blutbild

Ein Blut­bild unter­sucht die Blut­zel­len ge­nau­er. Im klei­nen Bild werden die An­zahl der ein­zel­nen Blut­zellen, der Hämo­glo­bin­ge­halt (Hb) sowie ver­schie­dene Eryth­ro­zy­tenin­dices be­stimmt. Es kann erste Hin­weise auf Er­kran­kun­gen wie In­fek­ti­o­nen lie­fern. Hier wird vor allem ge­prüft, ob Blut­bil­dung und Sauer­stoff­ver­sor­gung gut und rei­bungs­los funk­ti­o­nie­ren. Ein großes Blut­bild setzt sich aus ei­nem klei­nem und dem so­ge­nann­ten Diffe­ren­ti­al­blut­bild (Unter­suchung der Un­ter­ar­ten der Leu­ko­zy­ten) zu­sam­men. Damit las­sen sich zahl­rei­che Krank­hei­ten nä­her un­ter­su­chen: vor allem In­fek­ti­o­nen, Ent­zün­dun­gen, Para­si­ten­be­fall, Ver­gif­tun­gen, Aller­gien etc.

Veränderungen

Leukozytenzahl: Eine Ver­min­de­rung kann Medi­ka­men­ten-bedingt auf­tre­ten oder be­ruht auf Er­kran­kun­gen des Kno­chen­marks. Eine Er­hö­hung ist häu­fig mit ent­zünd­li­chen Vor­gän­gen ver­bun­den. Bei un­kla­rer Än­de­rung der Leu­ko­zy­ten­zahl wird in der Re­gel ein Dif­feren­ti­al­blut­bild er­stellt. Ery­thro­zy­ten­zahl: Man spricht von einer Anä­mie, wenn die Ery­thro­zy­ten­zahl und/oder die ery­thro­zy­täre Hämo­glo­bin­kon­zen­tra­tion ver­min­dert ist. In dem Fall wer­den aber auch noch an­dere Para­meter wie z. B. der Häma­tokrit und wei­tere Kri­te­rien zur ge­nauen Be­ur­tei­lung he­ran­ge­zo­gen. Eine Anä­mie ist keine Diag­nose, son­dern le­dig­lich ein Be­fund, der ver­schie­dene Ur­sa­chen haben kann. Wichtig ist es hier alle Zu­sam­men­hänge zu betrachten.

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